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„Alter Sack trifft alte Schachtel – Historische Aufbewahrungsbehälter neu entdeckt“ (12.02.2014)

Neue Sonderausstellung eröffnet

 

Am 11. Februar wurde die neue Sonderausstellung des Weißgerbermuseums „Alter Sack trifft alte Schachtel – Historische Aufbewahrungsbehälter neu entdeckt“ im Beisein vieler interessierter Bürger eröffnet. Die Exposition richtet ihren Fokus vornehmlich auf die Funktionalität und äußere Erscheinung von historischen Aufbewahrungs- und Transportbehältern. Einerseits, weil Säcke, Beutel, Tüten, Krüge, Taschen, Kisten, Schachteln und Fässer über Generationen hinweg untrennbar zur Menschheitsgeschichte dazugehörten, andererseits, weil sie auch in der Gegenwart für eine bestimmte Entwicklungsstufe unserer Kultur und Technik stehen. Industrieprodukte werden ja auch heute eingesackt und eingetütet.

Um Teures und Einzigartiges sicher bewahren zu können, sind Behälter also schon immer unverzichtbar gewesen, daher werden sie auch in Museen gesammelt. Oftmals stehen sie jedoch in der Wertschätzung hinter dem materiell kostbaren, verpackten und so geschützten Objekt. Diese vermeintliche Benachteiligung wird in der neuen Sonderausstellung, die noch bis zum 27. April besichtigt werden kann, bewußt aufgehoben.

Neben Leihgaben und Schenkungen der Sparkasse Elbe-Elster, der VR-Bank, der Postagentur Elkas Shop, dem HIL, dem Atelierhof Werenzhain, der Seilerei Meyer - Sansboeuf und den Familien Schober und Quitter, werden viele Objekte aus der Museumssammlung gezeigt, die noch nie ausgestellt worden sind. Zum einen, weil sich kein thematischer Rahmen fand, um sie der Öffentlichkeit vorzustellen, zum anderen, weil sie durch ihre Funktion und Geschichte nicht präsentabel erschienen. Es lohnt also gewiß, einen Blick auf diese weitestgehend unbekannten „Museumsschätze“ zu werfen.

Für die sehr gelungene musikalische Umrahmung unserer Ausstellungseröffnung bedanke ich mich ganz herzlich bei dem Gitarrenduo Anne - Charlotte und Robert Henze.

 

Dr. Andreas Hanslok

Museumsleiter


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