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Hahn auf fürs Lehrschwimmbecken in Doberlug

20.01.2011

Pünktlich zu den Winterferien soll es im Doberluger Sportzentrum wieder Schwimmspaß geben. Die dringendsten Reparaturen in der Schwimmhalle werden derzeit ausgeführt. Das Lehrschwimmbecken füllt sich mit Wasser. Seit dem Sommer 2010 war es trockengelegt.

 

Nach dem Dezember-Beschluss der Stadtverordneten zur schnellstmöglichen Wiederinbetriebnahme des Lehrschwimmbeckens nach den notwendigen Reparaturen sucht eine Arbeitsgruppe jetzt nach Ideen, wie die Ausgaben- und Einnahmesituation in der Schwimmhalle verbessert werden kann. Am Ende soll den Abgeordneten eine fundierte Konzeption als Entscheidungshilfe vorliegen. Die Einrichtung war bei der Haushaltsklausur im vergangenen Sommer als Kostenfaktor und freiwillige Aufgabe ins Blickfeld der Abgeordneten geraten.

»Die Vertreter der Fraktionen, der Bürgerinitiative und der Stadtverwaltung gehen alle sehr engagiert an diese Aufgabe heran«, freut sich Christoph Mertzig. Er hatte die Stadtverordneten Ende vergangenen Jahres schriftlich mit konkreten Vorschlägen dazu aufgefordert, das Lehrschwimmbecken nicht leichtfertig für immer zu schließen.

Hebel in Bewegung gesetzt

Seit der mehrheitlichen Positionierung der Stadtverordneten, dem Lehrschwimmbecken eine letzte Frist einzuräumen und im Sommer erneut über dessen Zukunft zu entscheiden, sind verschiedene Hebel in Bewegung gesetzt worden. »Die Verwaltung war vorbereitet und hat gleich am nächsten Tag die schadhaften Fugen im Becken ausbessern lassen«, fügt Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) an. In der vergangenen Woche sind Grundschulen der Region angeschrieben worden, um sie auf die Nutzung der Halle für ihren Schwimmunterricht aufmerksam zu machen. Am Dienstag rückten Mitarbeiter der Firma Kilian Heizungs- und Sanitärtechnik GmbH mit einem neuen Wärmeaustauscher an und haben die dringendste Reparatur in Angriff genommen. Eine Sponsorleistung des Unternehmens von Stadtverordnetenvorsteher Lutz Kilian (SPD).

Die Arbeitsgruppe hat Ideen zusammengetragen, die die Schwimmhalle bekannter machen und zu einer besseren Auslastung führen sollen. »Bisher war das Marketing gleich null«, stellt Mertzig fest. Mit einem zünftigen Schwimmfasching am 29. Januar, für den ordentlich Werbung gemacht wird, hoffen die Initiatoren auf einen Effekt mit Paukenschlag. Angeregt wird eine bessere Ausschilderung, sowohl an der Fassade als auch in der Stadt. Über eine eigene Internetseite, eventuell von der Computer-AG der Berg-Grundschule erstellt, Flyer und Plakate sollen die Öffnungszeiten bekannt gemacht werden. Für potenzielles Sponsoring wünscht man sich ein Spendenkonto bei der Stadt.

Nicht rütteln wolle man an den speziellen Schwimmzeiten für Familien und Senioren in den Nachmittagsstunden. »Die Ruhe und Beschaulichkeit bei kurzen Wegen zur Schwimmhalle sind ein Markenzeichen geworden«, meint auch Mertzig. Zudem soll es weitere Angebote geben, wie Aquajogging, Schnorcheln, Schnuppertauchen, Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene, Kindergeburtstage am und im Becken sowie Schwimm events wie den Fasching.

Vormittags mehr Besucher

Eine höhere Besucherzahl hält die Arbeitsgruppe vor allem vormittags für machbar, fasst Mertzig zusammen. Sofern es der Schwimmunterricht zulässt, will man hierzu auch Physiotherapien, Senioren- und Behinderteneinrichtungen Angebote unterbreiten.

Am kommenden Montag will die Arbeitsgruppe nach Einsparmöglichkeiten bei laufenden Kosten suchen.

 

Foto: Dietmar Seidel/dse1: Der 20 Jahre alte Wärmetauscher musste gewechselt werden. Andreas Nonnast und Michel Wirnitzer (r.) von der Firma Kilian haben am Dienstag mit der Reparatur begonnen.

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 20.01.2011
 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Hahn auf fürs Lehrschwimmbecken in Doberlug