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Wie die Feuerwehr im Notfall schnell helfen kann

Doberlug-Kirchhain, den 07.03.2012

Etwa 20 Kameraden freiwilliger Feuerwehren der Stadt Doberlug-Kirchhain haben sich zu einer ungewöhnlichen Schulung eingefunden: Vor dem Fahrstuhl auf dem Bahnhof Doberlug-Kirchhain erklärt ihnen Otis-Mitarbeiter Heiko Weber die wichtigsten Handgriffe für den Notfall.

 

Aus gutem Grund, denn am 7. Februar waren dort vier Personen, darunter ein sechs Monate altes Babys, bei Eiseskälte zwei Stunden gefangen. Vergeblich hatten die zu Hilfe gerufenen Kameraden versucht, ohne Gewalt die Aufzugstür aufzubekommen.

„Danach hat die Firma Otis sofort den Kontakt zu uns und zu den Wehren gesucht, um eine entsprechende Ausbildung mit Übergabe der Notschlüssel vor Ort durchzuführen. Obwohl wir hier nicht zuständig sind, sondern der vertraglich gebundene Servicedienst, ist das für uns eine zusätzliche Option bei der Gefahrenabwehr und der Rettung von Menschen“, erklärt Fred Richter, Fachbereichsleiter Bürgerservice bei der Stadtverwaltung.

Auch Udo Melcher, zuständig für Montage und Verkauf bei Otis, betont, dass die Feuerwehr im Notfall natürlich in der Lage sein muss, rasch helfen zu können. „Im Regelfall hat aber die Servicefirma Securitas ihren Job zu machen – und das besser als am 7. Februar“, so Melcher.

Heiko Weber lässt den Aufzug auf halber Strecke hängen, damit Kameraden der Wehren Doberlug, Lugau, Hennersdorf, Werenzhain, Frankena und Kirchhain lernen, wie er sich von außen mit wenigen Handgriffen ruckweise bewegen lässt. „Wenn ihr ihn soweit habt, könnt ihr schon mal einen heißen Tee durch die Tür reichen“, so Weber.

 

Foto: Heike Lehmann: Heiko Weber erklärt die Funktionsweise des Aufzugs.



Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 07.03.2012



 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Wie die Feuerwehr im Notfall schnell helfen kann