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Wo Preußen Sachsen küsst ist Platz für Ideen

21.04.2012

Kuratorin der Brandenburgischen Landesausstellung mit Touristikern in Elbe-Elster im Gespräch

Dem Schloss Doberlug soll mit der Brandenburgischen Landesausstellung eine zweite Geburtsstunde zuteilwerden. Als kulturhistorisches Zentrum soll es über das Jahr 2014 hinaus etabliert werden. Die Kuratorin der Landesausstellung, Anne-Katrin Ziesak, machte in dieser Woche Mitglieder des Tourismusverbandes Elbe-Elster-Land mit dem Konzept für die Landesausstellung bekannt.

Für das Konzept für die Landesausstellung sei man gegenwärtig dabei, "viele Bündnisse zu schließen". Die Landesausstellung für die ganze Region zu einem Erlebnis mit nachhaltigen Effekten zu machen, ist naturgemäß im Interesse der hiesigen Akteure im Tourismus. Auf vielen Ebenen gewinnt die Vorbereitung der Landesausstellung inzwischen immer mehr Raum in Überlegungen und ersten praktischen Schritten.

So informierte Eberhard Stroisch, Kreisentwicklungsdezernent und Vorsitzender des Tourismusverbandes, von Beratungen zur Entwicklung des Wegeleitsystems und der Koordinierung der Verkehrsverbindungen. Am 22. Mai werde es eine erste Veranstaltung mit Nachbarkreisen geben. Veit Klaue vom Sängerstadtmarketingverein in Finsterwalde kann sich über eine über die Lasa unterstützte Stelle für die Einrichtung einer Touristinfo im Schloss Doberlug freuen.

Aus dem Kulturamt des Landkreises überbrachte Dieter Jagode die Nachricht, dass schon vor dem Jahr 2014 verschiedene Veranstaltungen in das Schloss Doberlug verlagert werden, um die Aufmerksamkeit Schritt für Schritt auf den Ort der Landesausstellung zu lenken. 2014 würden dann alle kreislichen Veranstaltungen dort konzentriert. Gefragt nach dem Logo der Landesausstellung, informierte Anne-Katrin Ziesak: "Sechs Büros sind mit Entwürfen beauftragt." Zu den Schirmherren, den Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU), empfahl Olaf Umbreit vom Besucherbergwerk F 60, auch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), hinzuzunehmen. Im Übrigen finde er es sehr gut, mit der Landesausstellung touristisch auch zu den Nachbarn – zum Beispiel ins Lausitzer Seenland – zu gucken. Das korrespondiert mit den Aktivitäten der Organisatoren der Landesausstellung, einen "Kranz von Korrespondenzstandorten" zu flechten. Es gehe dabei um authentische Orte, die inhaltlich nah an der Landesausstellung mit dem werbenden Slogan "Wo Preußen Sachsen küsst" liegen. Als Beispiele führte sie die Festung Senftenberg, den Eisenkunstguss in Lauchhammer und das Schloss Branitz an. Anne-Katrin-Ziesak und ihre Mitstreiterin Elke Scheler brachten ein Gefühl der Begeisterung mit zu den Touristikern nach Bad Liebenwerda, gemeinsam aus dem Projekt der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung etwas Bleibendes zu machen: Eintrittsrabatte für touristische Angebotspakete, von der Sparkassenstiftung unterstützte Klassenfahrten mit einem historischen Mittagsmahl in Zeithain, ein Großbanner im Berliner Hauptbahnhof – die Ideen sprudeln und die Verhandlungen laufen an.

Die Zusage der Brandenburgischen Sommerkonzerte für Doberlug, die Hoffnung auf ein Gastspiel der Staatskapelle Dresden und die Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Cottbus, eine bereits geschlossene Kooperation mit der Filmhochschule Potsdam zur Vermarktung des Vorhabens und viele andere Ideen ließen Vorahnungen auf ein großes Fest vom 1. Mai bis 2. November 2014 im Süden Brandenburgs wachsen.

 

Von Gabi Böttcher, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 21.04.2012

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Wo Preußen Sachsen küsst ist Platz für Ideen