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Doberlug-Kirchhain lässt sich Museumsbesuch gut bezahlen

Das Weißgerbermuseum in Doberlug-Kirchhain – einzigartig in Europa – hat beim brandenburgweiten Vergleich mit die höchsten Eintrittspreise. Zur zwingenden Haushaltskonsolidierung sind die Preise im Dezember mit geänderter Entgeltordnung erneut angezogen worden.

 

Mit ihrer Veröffentlichung in dieser Woche wurden sie wirksam. Ein Erwachsener, der jetzt das Weißgerbermuseum in der Potsdamer Straße, die Technische Ausstellung in der Gerberstraße und die Sonderausstellung in einem Zuge sehen will, zahlt sieben Euro Eintritt (bisher sechs Euro). Wünscht er eine Führung, kommen dafür pro Haus noch einmal je zehn Euro hinzu. Für Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok ist das ein klarer Standortnachteil gegenüber anderen Museen der Region. Im Kreismuseum Finsterwalde zahlt ein Erwachsener, auch wenn er das ganze Haus sehen will, 2,50 Euro. Die erneute Preiserhöhung in Doberlug-Kirchhain sei den nach Schulschließungen und Abzug der Bundeswehr ohnehin rückgängigen Besucherzahlen sicher nicht zuträglich, meint Hanslok.

Neben den Dauerausstellungen zur Kirchhainer Gerbereigeschichte werden 2011 vier Sonderausstellungen vorbereitet. Die erste ist eine bewährte Kooperation mit dem Energieversorger enviaM. Ab 8. Februar werden unter dem Titel »Tiefdruck. Hochstand« Originalradierungen des envia-Grafikkalenders gezeigt. Es ist mittlerweile der fünfte, mit dem jungen Künstlern ein Podium geboten wird. Zu sehen sind auch noch einmal ausgewählte Grafikblätter von 2007 bis 2009. Ab dem 10. Mai widmet sich das Museum gemeinsam mit der Försterei Wallhaus und dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft der heimischen Vogelwelt. »All you need is beat« heißt es ab dem 16. August, wenn Jugend, Musik und Politik der DDR im Mittelpunkt stehen. Eine Ausstellung des Vereins Archiv Bürgerbewegung Leipzig wird mit eigenen Exponaten angereichert. Zu Weihnachten titelt das Museum: »Spielzeug selbst hergestellt«.

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 22.01.2011

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