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Trebbus

Trebbus ist mit großer Sicherheit der älteste urkundlich genannte Ort im Altkreis Finsterwalde. Etwa 1,5 km südöstlich der Dorfmitte befindet sich eine Erhebung mit dem Flurnamen "Altes Dorf". Vereinzelt finden sich dort noch slawische Gefäßscherben. Mit großer Wahrscheinlichkeit war hier die slawische Siedlung "Triebus civitas", die urkundlich am 8.8.1004 genannt wird. Später standen an diesem Ort Windmühlen, so werden 1864 drei Stück genannt. Eine Sage erzählt, dass in dem Dorf ein Schatz von unermesslichem Reichtum vergraben sein soll. Den Schatz findet nur derjenige, der dreimal um das "Alte Dorf" läuft, ohne einmal Atem zu holen.

Der Ortsname kommt aus dem slawischen t r e b e z = Rodung und bedeutet, wie bei vielen Orten in der Umgebung die auf ...hain enden, dass Trebbus einst als Rodungssiedlung angelegt wurde. Aber schon früher zur Bronzezeit war die heutige Feldflur um Trebbus bewohnt. Davon zeugt ein Urnengräberfeld der sogenannten Lausitzer Kultur am Weg nach Dübrichen im Gebiet mit dem alten Flurnamen "Leprinen". Das heutige Trebbus ist als Angerdorf einst von deutschen Siedlern angelegt worden und befand sich im Besitz Rudolf I. von Sachsen.

1329 kommt der Ort zum Kloster Dobrilugk und gehört nach dessen Auflösung 1541 bis 1815 zum sächsischen Amt Dobrilugk. Im Jahre 1703 zerstörte in Trebbus ein großer Brand mehrere Wohnhäuser, sogar das Pfarrhaus mit seinem Archiv fiel den Flammen zum Opfer.

Der Chronist Christoph Richter beschreibt 1719 Trebbus als " ...hübsches Dorf an guten Feldern und noch ziemlichen Wiesen". 1723 gibt es im Ort 29 Hüfner, 8 Gärtner und 1 Häusler. Damit dürfte Trebbus damals zu den wohlhabendsten Orten der ganzen Gegend gezählt haben.

Am Ortseingang kann man sich in einer 1881 erbauten Bockwindmühle, die heute das Mühlenmuseum beherbergt, über die Geschichte der Windmühlen sowie über die vielfältigen Arbeitsschritte informieren, die erforderlich waren, um Mehl herzustellen. Auch in Lichtena (seit 1974 Gemeindeteil von Trebbus) gibt es eine unter Denkmalschutz stehende Bockwindmühle aus dem Jahre 1650.

Ein immer wieder beeindruckendes Schauspiel bietet sich in unmittelbarer Nähe von Lichtena. Auf dem großen Sammelplatz können alljährlich Kraniche beim An- und Abflug beobachtet werden.

Eine Erhebung mit dem Flurnamen "Altes Dorf" befindet sich südöstlich der Dorfmitte. Noch heute finden sich dort slawische Gefäßscherben.


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