Am Montag, dem 14.07.25 wurde unsere Schule zu einem Ort der gelebten Solidarität: Die Klassen der Jahrgangsstufe 5 organisierten mit viel Herzblut einen Kuchenbasar – nicht für sich selbst, sondern für Menschen in Nepal, deren Alltag von Herausforderungen geprägt ist, die für uns kaum vorstellbar sind.
Dank der engagierten Referentin Frau Winkler erhielten wir einen bewegenden Einblick in das Leben der Menschen vor Ort. Mit eindrucksvollen Bildern und Videos zeigte sie uns, wie wertvoll Wasser in Nepal ist – ein Gut, das für uns selbstverständlich aus dem Hahn fließt, ist dort ein seltener Schatz. In abgelegenen Bergregionen müssen Frauen und Kinder oft stundenlang laufen, um Wasser zu holen – Zeit, die ihnen für Schule, Bildung und ein selbstbestimmtes Leben fehlt.
Frau Winkler erklärte anschaulich, wie der Zugang zu sauberem Wasser das Leben der Menschen verändert: Hygiene verbessert sich, Krankheiten werden seltener, Kinder können zur Schule gehen, Frauen gewinnen an Selbstständigkeit. Der Verein, den sie unterstützt, baut Brunnen und legt Wasserleitungen – oft unter schwierigsten Bedingungen, denn in den Bergen gibt es keine Straßen, das Material wird mühsam zu Fuß transportiert.
Die Klassen 5b und 5c waren tief berührt. Sie wollten nicht nur zuhören, sondern handeln. Mit viel Engagement organisierten sie einen Kuchenbasar – und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Am ersten Tag kamen 253,41 Euro zusammen, am zweiten noch einmal 70,97 Euro. Jeder Muffin, jedes Stück Kuchen wurde zu einem Zeichen der Hoffnung.
Doch Frau Winkler öffnete nicht nur den Blick in die Ferne. Sie zeigte auch, wie wichtig Wasser hier bei uns ist. In unserer Region forscht sie zum Landschaftswasserhaushalt und berichtete von Stauanlagen in Wehrenzhain, die Wiesen wieder grün und fruchtbar machen – ein wichtiger Beitrag in Zeiten des Klimawandels, der auch unsere Heimat verändert.
Mit großer Geduld und Fachwissen beantwortete Frau Winkler alle unsere Fragen. Ihr Engagement – hier wie in Nepal – hat uns tief beeindruckt. Wir wünschen ihr und der gesamten Initiative von Herzen, dass sie noch viele Menschen mit dem kostbaren Gut Wasser erreichen kann.
Denn dieser Tag hat uns eines gezeigt: Jeder von uns kann durch Mitgefühl und gemeinsames Handeln die Welt ein kleines Stück besser machen.
Text: C. Steinmetzer-Mann,
Klassenlehrerin 5b