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Hände müssen beim Filzen fühlen lernen

09.08.2012

Begeisterte Teilnehmer an Workshops im Atelierhof Werenzhain/ Symposium dauert bis Sonntag

 

Vom Möbel restaurieren und Schreibwerkstatt über Malerei und Clownerie bis hin zu Filz-Workshops reichen die Angebote im Programm des Atelierhofs Werenzhain. Geist, Kunst und Handwerk wolle man zusammenbringen, begründet Iris Stöber, Leiterin des Atelierhofes, die Vielfältigkeit vom diesjährigen Sommerangebot.

Noch bis zum 12. August findet auf dem Atelierhof zurzeit ein Filzsymposium statt. Als Partner hat man sich die Kreisvolkshochschule mit ins Boot geholt. Deshalb laufen vier verschiedene Filz-Workshops als Volkshochschulkurse. Vom Spitzenfilz bis zur Flächengestaltung reichen die Angebote. Während eines Workshops der Filzkünstlerin Maria Sagurna konnten die Teilnehmerinnen nach eigenen Vorstellungen das Material frei Gestalten.

Die Finsterwalder Künstlerin Rosemarie Böhmchen widmete sich dem Filzen phantasievoller Fingerpuppen, Eleonore Kumpf war beim Einfilzen von Blättern in Stoff.

Loritta Hannig verlieh in der Nassfilztechnik einem Fisch Form, der ein Kuschelkissen werden sollte. Die drei Frauen, wie auch Barbara Fiebiger und die Werenzhainer Puppenbühnenchefin Karin Heym, wollen sich als interessierte Laien ausprobieren, Techniken kennen lernen und Ruhe finden bei kunsthandwerklicher Betätigung. "Filzen braucht viel Zeit und man darf nicht ständig an das Endprodukt denken", erklärt Workshopleiterin Maria Sagurna. ,,Die Frauen müssen lernen, den Kontakt mit der Wolle zu erspüren."

Fachfrau für Wolle ist Susanne Feldmann, die sich mit dem Filzverhalten der Wollsorten, insbesondere von Schafwolle, bestens auskennt und Tipps für die Bearbeitung gab. Sie selbst hat für die Einschulung ihrer Tochter eine Schultüte aus dem Material hergestellt. ,,Die kann später praktisch zum Kissen oder zur Tasche umgearbeitet werden."

Während Maria Sagurna intensiv auf jede der Frauen einging, Filzverfahren erklärte und auf Fehler hinwies, arbeiteten Reitlehrerin Annette Goldschmidt aus Münchehofe und Dagmar Hütteroth aus Thüringen weitestgehend selbstständig. Die Luxemburgerin Annette Goldschmidt bietet auf ihrem Reiterhof ,,Reiten und Filzen" als Kurse für Kinder an und Dagmar Hütteroth ist über die Malerei zum Filzen gekommen und will Kunstobjekte filzen. Darüber freute sich auch Ursula Bierther als ehemalige Atelierhofleiterin, die den Verein weiter unterstützt. ,,Neben den Frauen aus der Region gab es Teilnehmerinnen aus Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern."

Für Kurzentschlossene sind heute noch Plätze bei dem letzten Filzworkshop (10-18 Uhr) frei. Informationen unter: 03531-7176105 möglich. Das Filzsymposium geht noch bis zum 12. August.

www.atelierhof-werenzhain.de

 

Als Gemeinschaftsobjekt im Workshop von Sabine Reichert Kassube aus Berlin haben die Teilnehmerinnen ein großes Spinnennetz gefilzt. Kassbue hat es im Freigelände des Vierseitenhofes aufgehängt. Foto jgw1

 

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Hände müssen beim Filzen fühlen lernen