Nach 20 Jahren Restaurierung Konzert mit Werken von Bach und Heinichen sowie feierlicher Gottesdienst
Ein Festwochenende steht am 15. und 16. September in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster-Kreis) ins Haus. Die weitgehende Fertigstellung der Restaurierungsarbeiten an der Klosterkirche Doberlug soll gefeiert werden.
Noch hallen die beeindruckenden Knabenstimmen der Regensburger Domspatzen in den hohen Kreuzgewölben der Zisterzienserkirche in Doberlug wider. Nahezu 600 Besucher hatten den Konzerthöhepunkt der Doberluger Sommermusiken in diesem Jahr erlebt. Da wird schon zum nächsten Fest in die Klosterkirche eingeladen, erzählt Karl Trepsdorf, einer der Hauptorganisatoren der Klostermusiken. "Anlass des Festwochenendes ist die weitgehende Fertigstellung der Restaurierungsarbeiten nach 20 Jahren Bautätigkeit. Für die Wiederherstellung der Kirche möchte sich die Kirchengemeinde bei allen Beteiligten bedanken", sagt er. Und die Gäste können sich an Ort und Stelle überzeugen, was sich seit 1992 an dem altehrwürdigen Gemäuer getan hat.
Im Rahmen der Doberluger Klostermusiken findet am kommenden Samstag um 17 Uhr ein Festkonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach und Johann David Heinichen statt. Von J. S. Bach erklingen die Kantaten BWV 51 "Jauchzet Gott in allen Landen", sowie BWV 29 "Wir danken dir, Gott, wir danken dir" und von J. D. Heinichen die "Missa Nr. 9", eine außergewöhnlich klangprächtige Messe des Dresdner Barockkomponisten, ausgeführt von namhaften Solisten, dem Bach-Consort Cottbus und Christian Möbius an der Orgel. Es singen der Kantatenchor Lübbenau, die Kantoreien von Finsterwalde, Kirchhain und Doberlug unter Leitung von Kreiskantor Andreas Jaeger.
Einen Festgottesdienst gibt es am kommenden Sonntag um 14 Uhr in der Klosterkirche.
Erwartet werden der Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz, Markus Dröge, der Generalsuperintendent des Sprengels Cottbus/Görlitz und der Superintendent des Kirchenkreises Niederlausitz, berichtet Karl Trepsdorf. Die Kirchengemeinde freut sich auch über die Teilnahme ökumenischer Gäste sowie aus dem Kulturministerium des Landes Brandenburg, der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten, der Denkmalschutzbehörden und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Den kirchenmusikalischen Teil zum Festgottesdienst übernehmen die Chöre, die schon am Samstag zu erleben sind und der Posaunenchor Kirchhain.
Im Anschluss an den Gottesdienst kann man im ehemaligen Refektorium des Zisterzienser-Klosters Doberlug Einzelheiten über die Restaurierungsarbeiten der vergangenen 20 Jahre an der Klosterkirche erfahren.
Weitere musikalische Leckerbissen der Klostermusiken: Am 20. Oktober singen Studenten der Universität der Künste Berlin Gregorianik-Gesänge.
Am 29. Dezember ertönt der Weihnachtsjubel des Musizierkreises Laudate am Marienaltar der Klosterkirche Doberlug.
Von Ida Kretzschmar, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 11.09.2012