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Hilfe muss innerhalb von 30 Minuten kommen

13. 02. 2012

Nachdem am Bahnhof in Doberlug-Kirchhain in der vorigen Woche vier Menschen zwei Stunden in einem Aufzug gefangen waren, gibt es seitens der Deutschen Bahn keine Warnung davor, die Fahrstühle zu benutzen. Die Störung sei ein absoluter Ausnahmefall gewesen, so ein Bahnsprecher.

Dennoch habe die Bahn gegenüber dem zuständigen Dienstleister klar angesprochen, was von ihm erwartet werde: „In solchen Fällen muss innerhalb von einer halben Stunde nach dem Notruf Hilfe geleistet werden.“

Unterdessen betonte der stellvertretende Stadtbrandmeister René Wunderlich: „Hätten sich die Eingeschlossenen – nach Einschätzung des Rettungsdienstes – in einer lebensbedrohlichen Lage befunden, wären wir sofort mit schwerer Technik vorgegangen.“ So hätten die Menschen binnen kürzester Zeit befreit werden können. „Warum aber eineinhalb Stunden bis zur Alarmierung der Feuerwehr gewartet wurde, können wir nicht nachvollziehen“, so Wunderlich. Er regte eine engere Zusammenarbeit mit dem Fahrstuhlbetreiber an: „Wenn wir über einen Schlüssel für die Notentriegelung verfügen würden oder dieser für uns zugänglich wäre, hätten wir das Problem wesentlich schneller lösen können.“ Zudem bot er an, dass sich die Kameraden gern schulen lassen würden, wie sich solche Fahrstühle in Notfällen bedienen oder fachgerecht öffnen lassen.
 
Von hma1, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 13.02.2012