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Bundeswehr investiert in die Region

18. 12. 2010

Rund 240 militärische Großgeräte pro Jahr werden im Werk Doberlug-Kirchhain der HIL (Heeresinstandsetzungslogistik) GmbH instandgesetzt. Das sind Ketten- und Radfahrzeuge sowie Kabinen. Auch 2011 wird das Werk mit seinen derzeit 265 Mitarbeitern damit voll ausgelastet sein, blickt Werkleiter Alfred Eden voraus.

Dass die Fahrzeuge dazu zwischen den Stadtteilen Kirchhain und Doberlug pendeln, liegt darin begründet, dass in drei Betriebsteilen gearbeitet wird. Eine Belastung für das Werk, die Einwohner und Straßen der Stadt, die es so nicht mehr lange geben wird. Die Betriebsteile II und III nahe der ehemaligen Lausitz-Kaserne in Kirchhain werden in den Betriebsteil I an der Schönborner Straße im Stadtteil Doberlug integriert, wo ohnehin schon 85 Prozent der Mitarbeiter tätig sind. »Seit zwei Jahren haben wir deshalb eine massive Baustelle, befinden uns aber jetzt auf der Zielgeraden«, berichtete der Werkleiter dieser Tage Landrat Christian Jaschinski (CDU), bei dessen Antrittsbesuch. Mit den Investitionen, laut Werkleiter in deutlich zweistelliger Millionenhöhe, wird das Werk Doberlug-Kirchhain im Verbund der Heeresinstandsetzungslogistik aber auch fit gemacht für die Zukunft. Die vereinbarte achtjährige Phase der Kooperation zwischen der Bundeswehr und der HIL GmbH endet im Februar 2013. »Unsere Überlegungen gehen aber über diesen Zeitraum hinaus«, versicherte Eden. Dass vom Investitionsvolumen rund 80 Prozent der regionalen Wirtschaft zugute kommen, betonte er besonders.

Die Reparaturhalle für die Kettenfahrzeuge wird jetzt bei laufendem Betrieb saniert und energetisch ertüchtigt. »Übergeben haben wir im Oktober den Anbau an die Kettenhalle und im November die neue Halle für die Kabineninstandsetzung, die vom Betriebsteil III verlegt wird«, ergänzte Frank Roßa, Leiter Produktion und Produktionsvorbereitung. Fertiggestellt wird demnächst eine Annahme- und Versandhalle. Zur Straße hin entsteht eine Schallschutzmauer.

Platz ist im Betriebsteil I auch für eine neue Probefahrt strecke. Das Genehmigungsverfahren dafür läuft. Probefahrten absolvieren die Werksmitarbeiter derzeit noch auf dem Gelände der ehemaligen Lausitz-Kaserne.

Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) verwies auf die erfolgreiche zivil-militärische Zusammenarbeit der vergangenen Jahre, in deren Zuge mehrere Brücken in der Stadt erneuert wurden. »Demnächst wird in enger Abstimmung mit der Stadt der Parkplatz vor dem Werk gebaut«, fügte er an.

Interessiert zeigte sich Landrat Jaschinski beim Rundgang durch das Betriebsgelände, das ihm nicht unbekannt ist, an den aktuellen Veränderungen. Unangetastet davon ist die Ausbildungswerkstatt, wo künftige Kfz-Mechatroniker ihr berufliches Handwerkszeug erlernen. Seit 1991 werden junge Männer und gelegentlich auch Frauen in das Kfz-Innenleben eingeweiht. Mit hundertprozentiger Erfolgsquote. Im vergangenen Jahr wurde der 200. Jungfacharbeiter freigesprochen. 58 Azubis und sieben Mitarbeiter Stammpersonal hat Werkstattleiter Olaf Kleinpaul. Auch für das kommende Jahr stehen 14 Ausbildungsplätze zur Verfügung. 87 Bewerbungen sind dafür eingegangen. Die geburtenschwachen Jahrgänge machen sich bemerkbar. Denn in vergangenen Jahren konnte man zwischen 350 bis 400 Lehrstellenbewerbern auswählen.

 

Foto: Landrat Christian Jaschinski (3.v.r.) und Bürgermeister Bodo Broszinski (2.v.r.) in der Ausbildungswerkstatt für Kfz-Mechatroniker im Werk Doberlug-Kirchhain der HIL GmbH. Foto: Heike Lehmann

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 18.12.2010

 

Bild zur Meldung: Bundeswehr investiert in die Region